Wintersporttage im Allgäu

Wie schon im letzten Jahr machten wir uns gleich Anfang Januar gemeinsam mit dem Seminar 11.1 auf in den Schnee. Pünktlich zu unserer Anreise am Unterjoch begann es zu schneien. Somit konnten wir all unsere geplanten Vorhaben durchführen. Ob Skifahren, Snowboarden, Schneeschuhwandern, Schneeminigolf oder aber auch diverse kleine Spiele im Schnee gaben uns viele neue Ideen, die wir im Unterricht umsetzen können.

Gesellige Tage stärkten uns, um in eine nun doch sehr anstrengende Prüfungszeit aufzubrechen.

 


 

Heiko Häußel von der KUVB informiert

Ca. 70 Lehramtsanwärter treffen sich in einer winzigen Turnhalle am Winthirplatz zu einer gemeinsamen Fortbildung. Was angesichts des Datums (1.April 2014) klingen mag wie ein Aprilscherz war tatsächlich eine informative und gelungene Veranstaltung, in der Heiko Häußel von der KUVB (kommunale Unfallversicherung Bayern) über Sicherheit, Unfallrisiken und Versicherungsschutz bei sportlichen Aktivitäten im Rahmen von Schulveranstaltungen referierte. Da ein Termin bei Heiko Häußel – selbst jahrelang als Lehrer und Konrektor im Schuldienst tätig – ähnlich schwer zu bekommen ist wie eine Audienz beim Papst, waren neben dem Seminar 40.2 auch alle anderen Münchener Mittelschulseminare (31.2, 34.2, 38.2, 41.2) sowie jenes aus Ingolstadt (40.1) vertreten. Zum informativen Charakter der Veranstaltung kam also auch der Nebeneffekt, dass man viele bekannte Gesichter traf und sich über dieses und jenes im Alltag eines LAAs austauschen konnte.

                    

Da die Ausführungen von Heiko Häußel weit über den Sportunterricht hinausgingen, waren die Informationen auch für Nicht-Sportler interessant. Tatsächlich bei ihm eingegangene Anfragen bezüglich des Versicherungsschutzes zu den außergewöhnlichsten Unternehmungen (z.B. das Überwinden einer 100 Meter tiefen Talschlucht an einem Drahtseil und das Abseilen von einer Talbrücke aus schwindelerregender Höhe) legten gut dar, wo Grenzen des KUVB gegeben sind und auch Regressansprüche gegen Lehrkräfte geltend gemacht werden können. So ist zwar durch die gesetzliche Schülerunfallversicherung ein Versicherungsschutz während schulischer Veranstaltungen gegeben und die Lehrkraft von zivilrechtlicher Haftung grundsätzlich ausgeschlossen, allerdings solle man doch stets nach „GMV“ (gesundem Menschenverstand) handeln. Die Schule dürfe nicht zu einem Eventbetrieb werden, der alle (gut gemeinten) Vorschläge auch umsetzen müsse. Vielmehr sei wichtig, dass das Vorhaben in einem inneren Zusammenhang mit Erziehung- und Unterricht (Lehrplan & Bayerische Verfassung) stehe. Zudem bedeutet „grundsätzlich“ eben nicht immer. Handelt man als Lehrkraft grob fahrlässig oder gar vorsätzlich (nach dem Motto „ich kenne zwar das Risiko, ist mir aber egal“), hört auch die Freistellung von zivilrechtlicher Haftung auf.

Für den Sportunterricht oder sportliche Aktivitäten im Rahmen von Wandertagen oder Schullandheimen sind KMS (kultusministerielle Schreiben) und KMBeks (Bekanntmachungen des Kultusministeriums) verbindlich. Nach Häußel sollte nichts unternommen werden, wofür man nicht auch selbst ausgebildet ist. Die Lehrkraft muss mit den Sicherheitsanforderungen vertraut sein (KMBek 08.04.2003), zudem solle stets die körperliche Konstitution der Schüler bedacht werden.

Wichtig für den Versicherungsschutz ist, dass Veranstaltungen vom Schulleiter als schulische deklariert werden. Sie müssen von der Schule getragen, organisiert und beaufsichtigt werden. Eine Ausnahme bildet „Sport nach 1“, wenn von externen Anbietern mit C-Lizenz Kurse zu bestimmten Sportarten angeboten werden. Bucht man für erlebnispädagogische Unternehmungen (bspw. Hochseilgarten) die Dienste eines externen Betreibers, obliegt die Gesamtverantwortung dennoch der Lehrkraft. Einen Haftungsausschluss von einem externen Betreiber sollte man tunlichst trotzdem nicht unterschreiben.

Häußel führte aus, dass eine Schulklasse nach charakterlicher und geistiger Reife zu beaufsichtigen sei. Hinsichtlich der Aufsichtspflicht müssen die drei Grundprinzipien – präventiv, kontinuierlich und aktiv – stets beachtet werden. Dazu zählt beispielsweise, dass der Bewegungsraum der Schüler im Voraus bezüglich möglicher Gefahren bewertet und ein passender Ort der Aufsicht gewählt wird.

                                        

Abschließend ging Häußel auf Unfallprävention bei Schülerfahrten (z.B. Rad- oder Mountainbiketour) und auf die Besonderheiten verschiedener Hochseilgärten und Kletterparks ein. In diesem Zusammenhang wurde mehrmals darauf hingewiesen, dass der Dienstherr von Unternehmungen wie Canyoning und Rafting abrät.

Als hilfreich und praktisch könnte sich eine bald verfügbare App der KUVB herausstellen, über die man jederzeit wichtige Informationen auf dem Tablet oder Smartphone abrufen kann. Apropos „hilfreich“: Im Laufe des Vortrags kamen immer wieder prüfungsrelevante Hinweise aus dem Bereich Schulrecht zur Sprache. Alles in allem war es ein kurzweiliger Vormittag mit viel Praxisbeispielen, für den wir Heiko Häußel herzlich danken.

Weitere im Vortrag erwähnte und ergänzende KMBeks und Informationen:

Schwimmunterricht,

Aufsichtspflicht,

KUVB - Tipps schulische & sportliche Unternehmungen,

Sportkleidung,

Schulsportfreistellung


Der Gesundheitstag

„Wo guter Geist herrscht, stimmt alles!“

 

Unter diesem Motto lud uns Frau Prof. Dr. Anna Maria Pircher zum Gesundheitstag am 3. Juni 2014 in der Grundschule Berg am Laim, zusammen mit den anderen Münchnern Seminaren ein. Auf dieser Fortbildung erfuhren wir, dass Persönlichkeitsstärke, die Kunst eines ganzheitlich gelingenden Lebens, Leistens und Lehrens sowie wertschätzende Denkhaltungen dafür sorgen, die individuellen Ressourcen für ganzheitliche Fitness nutzbar zu machen und so das Auftreten von Stresserkrankungen zu vermeiden. Denn nur wer gesund ist, hält den täglichen beruflichen Belastungen stand und ist in der Lage, seinen Beruf so zu gestalten, dass er Freude macht und uns Lehrerinnen und Lehrer erfüllt. Der Gesundheitstag bot viele Hilfen und Anregungen, mit den täglichen Anforderungen besser zurechtzukommen. Die größte Herausforderung sind hierbei die Fragen nach dem „Wer bin ich?“ und „Welche Gedanken tragen mich?“ Diese Fragen kann man nicht ohne Selbstwahrnehmung und Selbstreflexion beantworten. Grundlage sollte hierbei ein würdiges Menschenbild sein – Wir sind nicht Lehrer gegen Schüler, sondern Lehrer für Schüler. Unser Menschenbild bewirkt Erfolg oder Misserfolg in allen Lebenslagen.

             

Immer wieder lockerten unterschiedliche Gruppenarbeiten den theoretischen Teil auf.

Frisches Obst und Fingerfood versüßten uns die Mittagspause.


Ausbildungstage in Straßbourg

Gemeinsam mit den Grundschulseminaren von Frau Brönnle, Frau Renner und Frau Idda machten wir uns im Juni auf nach Straßbourg. Bildungspolitischer Höhepunkt war der Besuch des Europäischen Parlaments mit einer sehr interessanten Führung bei der wir unter anderem den großen Sitzungsaal live erleben durften.

           

Aber auch die Besichtigung der Stadt Straßbourg und die Tagesfahrt nach Colmar mit einem Abstecher im idyllischen Riquewihr bescherten uns gewinnbringende Tage im Elsass.  


 

Geographische Exkursion in Garmisch-Partenkirchen

Das Seminar 40.2 traf sich am 18. Juli 2014 bei überragendem Wetter zum Bergwandern in Garmisch-Partenkirchen – genauer gesagt: im Ortsteil Partenkirchen.

Wir starteten unsere Exkursion am Parkplatz des Naturfreibads Kainzenbad. Nach etwa einer Stunde Gehzeit erreichten wir Deutschlands höchstgelegenes Kirchendorf Wamberg. Hier oben auf fast 1000 Metern scheint die Welt stehengeblieben zu sein: Wamberg ist ein idyllisches Bergdorf mit zehn Bauernhäusern und einer kleinen Kirche mit angrenzendem Friedhof.

Wir folgten dem teilweise steilen Wanderweg weitere 60 Minuten zum Eckbauer. Mittags kehrten wir im Berggasthof Eckbauer ein. Von dort aus genossen wir den sensationellen Ausblick auf das direkt vor uns gelegene Wettersteinmassiv mit Alpspitze, Zugspitze und dem Schloss Schachen von König Ludwig II.

Das Highlight der Exkursion folgte beim Abstieg: Wir durchquerten die Partnachklamm. In die felsige Schlucht wurde vor mehr als 100 Jahren ein Weg für Fußgänger geschlagen. Hindurch durch einige dunkle und feuchte Tunnel direkt an den wild rauschenden Wassermassen der Partnach war die Durchquerung ein unvergessliches Erlebnis. Dabei beschäftigten wir uns genauer mit den geografischen Gegebenheiten einer Klamm und möglichen didaktischen Schwerpunkten für eine Schülerexkursion. Wir lernten hierbei untern anderem, dass der Ortsteil Partenkirchen im Übrigen diesem Fluss seinen Namen verdankt. Gespeist wird die Partnach vom Schneefernergletscher des Zugspitzplatts.

Anschließend versammelte sich das Seminar am Fuße der Skisprungschanzen im Olympia-Skistadion und besprach weitere pädagogisch-didaktische Gesichtspunkte hinsichtlich einer Exkursion mit Schülergruppen.

Das Seminar ließ den Tag im Naturfreibad Kainzenbad beim gemeinsamen Volleyballspiel ausklingen.

 


Schuljahr 2014/15

 

Pädagogischer Wandertag Spitzingsee